Andreas Aretz










Lehrauftrag Kunst und Architektur Christian Heuchel


TISCHGESPRÄCH

Prof. Thomas A. Schmidt(Mitglied inges idee, künstlerisches Kollektiv Berlin)

 


Zu unserer Arbeit


inges idee arbeitet als künstlerisches Kollektiv im öffentlichen Raum. Dort geht es darum ein Gespür für Möglichkeiten und Besonderheiten eines Ortes zu entwickeln und auszuloten was ein konkreter Eingriff auszurichten vermag. Das geschieht im Dialog mit dem jeweils vorgefundenen Ort, der, anders als der referenzlose White Cube in Museen und Galerien, nicht statisch und zeitlos ist, sondern einem ständigen Veränderungsprozess unterliegt. Um einen Ort richtig zu begreifen, bedarf es einer Untersuchung seiner räumlichen, sozialen und historischen Gegebenheiten.


inges idee versucht sich als ein Teil eines vielschichtigen Gewebes von urbanen und architektonischen Zusammenhängen, Nutzern, Auftraggebern und deren Wünschen und Bedürfnissen zu verstehen. Dem geht immer eine eingehende Analyse der zu bearbeiteten Situation voraus, sowie der Einsicht, ein Akteur von vielen zu sein. Kunst im öffentlichen Raum kann einen vorgefundenen Kontext verschieben um den Blick auf andere Wirklichkeitsaspekte zu öffnen. Wenn das gelingt wird der Ort interessanter und reicher. Der gewohnte Ablauf des öffentlichen Lebens wird für einen Moment unterbrochen und der Betrachter wird angehalten über das zu reflektieren, womit er sich unerwartet konfrontiert sieht. Das kann ganz unmittelbar geschehen, und muss nicht notwendigerweise theoretischer Natur sein. Diese Unmittelbarkeit der Erfahrung ist ein demokratisches Erlebnis, das inges idee versucht in Gang zu setzten. Es geht um eine Neubestimmung des Ortes und die Beziehung des Betrachters zu dem was er dort wahrnimmt und erlebt. Gelungene künstlerische Eingriffe bereichern nicht nur den Ort im Allgemeinen, sondern insbesondere die Menschen, die ihn als Erweiterung ihrer privaten Sphäre erleben.“ Quelle inges idee 2015


Dienstag 02.06.2015 11.15 Uhr in der Klasse Baukunst