Aldo Rossi

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 



Lehrauftrag Kunst und Architektur  Christian Heuchel

 

 

 

 


Tischgespräch

 

mit Bettina Rudhof, Kunsthistorikerin

 

   

 

"Die Architektur der Stadt - Aldo Rossis Gegenwelten"

 

Auf dem Höhepunkt der Nachkriegsmoderne veröffentlicht der italienische Architekt Aldo Rossi das Traktat "L'Architettura della Cittá." Gegen das herrschende Leitbild des autogerechten Bauens stellt er die Stadt als einen von der Geschichte durchdrungenen Ort und als das gebaute Archiv des kollektiven Gedächtnisses vor. Zum Ziel seiner Theorie der baukünstlerischen Gestaltung wird deshalb eine Architektur der symbolischen Formen und der identitätsstiftenden Imagination. Entscheidende Bedeutung kommt dabei den öffentlichen Bauten und Plätzen zu. Als Monumente führen sie den Bewohnern der Stadt in der Geschäftigkeit ihres Alltags die Präsenz der Vergangenheit in der Gegenwart vor Augen und ermöglichen die Identifikation mit dem Ort. Damit wurde Aldo Rossi zu einem Wegbereiter der postmodernen Architektur.

 

 

Credits Bild:

Aldo Rossi, Rathausplatz und Denkmal für den Widerstand, Segrate bei Mailand 1965, perspektivische Ansicht, Mischtechnik (Tuschezeichnung, Spritztechnik und Collage) auf Transparentpapier.

Mit freundlicher Genehmigung des Deutschen Architekturmuseums, Frankfurt am Main, Inv.-Nr. DAM 83 / 522.